Schwangere Männer III

Wir haben nun einen Kinderwagen.

Dieser Satz steht ein wenig für sich allein. Ich gestehe, dass ich ein kleiner Nerd und auch ein Geek bin, der sich sehr gerne in neue Themen einarbeitet. Aber Kinderwagen sind schon ein eigenes, verwirrendes Thema. Unabhängig von Preisen auf Smartphoneniveau und einem Funktionsumpfang, der auch an selbige erinnert (kein Bluetooth!!!), schaffen es diese Fahrzeuge, sogar jeden Nerd zu verwirren. Unterschiede bestehen allerhöchstens in nicht erkennbaren Details und die Vermutung liegt nahe, dass sich Hersteller verschiedene Varianten ein und desselben (Schiebe-)Fahrzeugs nur zur Verwirrung der jungen Eltern ausgedacht haben.

Allerdings gestehe ich ein, dass mich das erste Aufbauen eines Kinderwagens (als guter Nerd wollte ich mal damit rumspielen, was für Addons das Mobil hat, wie es sich aufbauen lässt, wie die Fußbremse funktioniert inkl. 180° Turn, etc) sehr sentimental werden hat lassen. Sentimental nicht in dem Sinne, dass mir die Tränen in die Augen geschossen sind, sondern eher, weil die Tatsache, Vater zu werden, damit realer und greifbarer wird.

Weiß ich nun, was das Papagefühl ist? Ich glaube, es stellt sich so langsam ein. Allerdings ist es relativ schwer in Worte zu fassen. Es ist eine recht krude Mischung zwischen Stolz, Vorfreude, Sentimentalität und Verliebtheit. Ich bin sehr gespannt, wie es sich weiter entwickeln wird.

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Schwangere Männer II

Nachdem die Behandlung im Kinderwunschzentrum also erfolgreich verlief, wurden wir zum Frauenarzt zurück überwiesen, der ab jetzt die Betreuung der Schwangerschaft übernehmen sollte, also wieder ein Untersuchungstermin. Diesmal nur leider ohne mich, denn ich musste an diesem Tag geschäftlich verreisen. Also schickte mir meine Ehefrau, die beste Ehefrau von allen, pflichtbewusst das neue Ultraschallbild.

Bevor ich das Bild bekam, hatte sich an meinem Gefühlsleben nichts verändert. Klar waren wir jetzt wieder beim Haus-Gynäkologen und klar kommen andere Paare mit Kinderwunsch erst gar nicht so weit, aber tief in mir wusste ich, noch ein Punkt auf dem Ultraschall würde mir nicht dabei helfen, mich mehr wie ein Papa zu fühlen. Da musste schon was Besseres her.

Warum ich also im Hotel auf meinem Bett saß und mit Tränen in den Augen auf mein Smartphone starrte, nachdem ich das neue Ultraschallbild gesehen hatte, weiß ich bis heute nicht.

Tja.

Man kann darauf einfach mehr erkennen als einen Pixelfehler. Pixelfehler haben keinen Kopf, keinen Körper, keine Arme und keine Beine. Selbst jetzt grinse ich beim Gedanken daran noch debil vor mich hin.

Im letzten Post schrieb ich etwas von „Papagefühl“. Ich weiß nicht, ob ich das jetzt verspüre. Was ich aber weiß, ist folgendes:

Ich freue mich auf dieses Kind. Ich freue mich über alles darauf. Das Bedürfnis, diesem neuen Menschen die eigene Erfahrung zu vermitteln, wächst täglich. Den Problemen, die auf mich zukommen, sehe ich nicht voller Panik entgegen, sondern ich freue mich, diese zu meistern. Es ist ein sehr optimistischer Blick in die Zukunft und ich glaube, das ist auch gut so.

Ist Papagefühl nun einfach die Vorfreude? Oder sogar eine leicht rosa gefärbte Brille? Ich habe keine Ahnung, aber ich suche es mal weiter.

Schwangere Männer

Eine Kollegin brachte mich auf die Idee, diesen Blog erneut zu beleben, dieses Mal mit ein paar persönlichen Themen ‒ Allen voran Themen, die mein Leben umkrempeln werden.

Kurzum: Meine Frau ist schwanger.

Nach einer elendigen Tortur durch eine Kinderwunschklinik und innerlicher Aufgabe, auf diesem Wege einen Nachkommen zu zeugen, klappte es doch beim letzten Versuch. Wir bekamen die Nachricht, als wir auf dem Wege nach Österreich waren und ich während eines Stops beim Fastfoodtempel gerade in einen Burger biss. Frau brach in Tränen aus, ich hatte Panik, dass irgend etwas passiert sei…

Nichtsdestotrotz ging es freudig weiter und beim ersten Ultraschall erkannte man einen kleinen springenden Punkt. Die Ärztin meinte, das sei das Herz. Hätte in meinen Augen aber auch ein Pixelfehler sein können. (Es war früh, der Kaffee zeigte noch keine Wirkung.) Darum geht es mir allerdings gar nicht so sehr, als vielmehr um das, was ich dabei empfunden habe.

Vielleicht kennt ein Leser das Gefühl, wenn auf einen Heiratsantrag oder die Eheschließung die Frage folgt: „Und? Ist jetzt alles anders?“ Salopp gesagt: Nein. Ist es nicht. Es ist wie vorher. Zumindest bei mir.

Die Welt drehte sich für mich weiter und es wollte sich kein Gefühl einstellen, dass bald das ganze Leben sich umkrempelt. Es stellte sich kein Gefühl ein, dass ich bald Papa sein würde. Unklar, wie sich dies überhaupt anfühlen sollte. Klar kommt noch meine Frau hinzu, die sich über Rücken, Bauch, Übelkeit, Geruchsempfinden, etc. beschwert, aber dadurch änderte sich einfach nichts an meinem Gefühlsleben. Ich war ein wenig enttäuscht, muss ich hier gestehen.

Auch beim nächsten Ultraschall in der Kinderklinik, als der blinkende Punkt irgendwann eine Blase – Dottersack nennen sie das – dabei hatte, sorgte das immernoch für keinerlei Änderung meines Gefühlswesens.

Versteht mich hier nicht falsch. Ich freute und freue mich immer noch tierisch, dass alles soweit geklappt hat. Ich bin voller Vorfreude auf die neuen Herausforderungen und ich liebe meine Frau noch ein wenig mehr, dass sie diesen Weg geht. Aber dieses „Papagefühl“, was auch immer das sein soll, wollte bis dahin einfach nicht aufkommen.

Das Spiel welches Hass und Freude auf ein neues Level hebt: Die Legenden von Andor

Puh.

Ich gebe zu. Dieses Review wird nicht einfach, da ich hier sehr gespalten bin.

Die Legenden von Andor

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Wiedermal gibt es die 5 Punkte:

  1. Inhalt der Packung
  2. Aufbau
  3. Spielablauf
  4. Spieldauer
  5. Fazit

Let’s get it on!

Inhalt der Packung

Erneut eine volle Packung. Allerdings sind die Figuren lediglich „Pappaufsteller“. Das löste Zombicide wesentlich besser durch die schönen Plastikfiguren. Der Vorteil von den Pappaufstellern ist natürlich der geringe Platzbedarf und, dass diese ebenfalls schon farbig sind. Das Spielfeld selbst ist mit zwei bespielbaren Seiten doch recht groß und bietet einige Abende genügend Spielspaß.

Abenteuer sind auch genügend vorhanden und im Internet kann man sich weitere Abenteuer nachladen. Folglich: Die Standardpackung reicht defnitiv für mehrere Abende aus. Oder anders ausgedrückt: Bis dieser Drecksdrachen liegt!

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Aufbau

Spielbrett aufklappen, die Anleitung zum Abenteuer durcharbeiten und Figuren, Plättchen entsprechend positionieren. Loslegen. Hier wird man sehr gut durchgeleitet, so dass keine Fragen entstehen. Einfach und intuitiv. Großes Lob hierzu.

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Spielablauf

Jeder Spieler hat einen Held unter seiner Kontrolle. Man spielt gemeinsam gegen das Spiel. Eines der Ziele ist fast immer identisch: Die Burg, darf nicht erstürmt werden. Weitere Ziele werden im Laufe des Abenteuers ersichtlich und werfen das vorher erarbeitete Konzept regelmäßig über den Haufen.

Es gibt ebenfalls eine zeitliche Beschränkung, so dass man die Heldenaktionen miteinander absprechen muss und eine entsprechende Arbeitsteilung durchführen sollte.

Nacheinander führt jeder Held seine Aktion durch, dann wird die gegnerische Aktion gespielt und weiter geht es von vorne, bis die finale Aufgabe erfüllt ist. (zum Beispiel, den Drachen zu legen)

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Spieldauer

Vergesst einfach die Angabe auf der Packung. Bei uns war jedes einzelne Spiel wesentlich länger, als angegeben. Warum? Recht einfach. Nach jedem neuen Abschnitt des Spiels wurde diskutiert und besprochen, wie wir diese Teilaufgabe nun lösen und wer dafür verantwortlich ist, etc.

Dies führte dazu, dass eine Angabe von 90 Minuten gut und gerne zu einer 3 stündigen Runde geführt hat. Wenn ihr euch also vorgenommen habt, dieses Spiel zu spielen, rechnet eine entsprechende Dauer ein. Dies kann durchaus anstrengend sein, da die Grundlage des Spiels eine vorausschauende Planung darstellt.

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Fazit

Ich mag dieses Spiel genauso sehr wie ich es hasse.

Bei dem Sieg über das Spiel ist es fantastisch, bei der Niederlage wird darüber diskutiert, was man hätte anders machen können. Die Mathematischen Fähigkeiten der Spieler sorgen dafür, dass es unmöglich scheint das Spiel selbst zu besiegen, etc. Man ist regelrecht wütend über dieses bescheuerte Spiel und dass es einen schon wieder geschlagen hat. Für den Drachen (die letzte Mission) benötigten wir gut und gerne 3 Anläufe. Jeder Anlauf endete ein wenig anders, da die Siegmodalitäten sich auch noch ändern können. (werden random gezogen)

Dennoch macht mir dieses Spiel Spass. Ich gestehe aber ein, dass eine Pause davon ebenfalls gut tut. 🙂

Auf einer Skala von 1-10, wobei 1 die schlechteste Note darstellt, vergebe ich diesem Spiel eine gute 7/10.

Damit bewegt es sich auf dem gleichen Niveau wie Zombicide. Ebenfalls ein kooperatives Spiel, jedoch mit einem völlig anderen Ansatz. Wie gesagt: Andor hat bei mir Gefühlsausbrüche in verschiedene Richtungen ausgelöst. Wut und Hass, wenn man verliert und Euphorie, wenn man es endlich packt.

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Kleine Ankündigung

Hallo Liebe Besucher,

leider ist es doch etwas still geworden, allerdings habe ich einiges in der Pipeline für die nächsten Blogbeiträge. Einzig Bilder fehlen noch.

Keine Sorge, hier wird es immer weitergehen. Vielleicht kommt auch ein Beitrag über mein liebstes Hobby. Mal sehen 🙂

Also als kleiner Spoiler:

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HiiiiiiiiiiiIIIIIIIIIIIIiiiiiiiiiiirn…. Zombicide!

Wie bereits geschrieben, haben ich eine Brettspielrunde und entsprechend stelle ich immer wieder neue Spiele vor, die wir testen.

Heute ist mal ein kooperatives Spiel auf dem Plan. Sprich: Man spielt gemeinsam gegen das Spiel. Und dieses mal geht es gegen Zombies!

Zombicide!

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Wie immer gilt: Bei Fragen: Nutzt die Kommentarfunktion hier im Blog oder schreibt es in die Kommentare auf Facebook.

Das Review ist in 5 Punkte unterteilt:

  1. Inhalt der Packung
  2. Aufbau
  3. Spielablauf
  4. Spieldauer
  5. Fazit

Los geht’s!

Inhalt der Packung

Die Packung ist wieder rappel voll. Die Figuren sind sehr detailliert, jedoch nicht angemalt. Sehr schade, da es hier grob nur zwei Arten von Figuren gibt. Die Überlebenden und die Zombies. Es gibt zwar unterschiedliche Zombiearten, allerdings sind diese recht gut durch die dargestellte Bewegung unterscheidbar. Auch sind zu wenige Zombies in der Packung, da sie mir regelmäßig in den Spielen aus gehen. Schade. Hier wäre also noch Potential nach oben. Das Spielbrett selbst, besteht aus 9 großen Platten, die beidseitig bedruckt sind und so jedesmal ein anderes Spielfeld bilden können. Dennoch ein kleines Problem: Diese Spielplatten sind aus Pappe und biegen sich bei mir zwangsläufig minimal durch, so dass sie nicht mehr plan beieinander liegen. Auch recht unschön, aber definitiv verschmerzbar.

Kartendesign ist gut und stimmig und auch kleine Geschichten zu den Charakteren erschaffen etwas Atmosphäre. Und das ist in meinen Augen die Stärke des Spiels. Es schafft eine sehr dichte Atmosphäre die sich fast (leider nur fast) durch das komplette Spiel zieht.

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Aufbau

Der Aufbau gestaltet sich relativ simpel und ist maximal einer halben stunde erledigt. Man sucht sich eine Mission aus, die man spielen möchte, legt die entsprechenden Bodenplatten zueinander, so dass sich der entsprechende Stadtteil bildet. Dann verteilt man diverse X-Markierungen für die Ziele und die Zombiespawnpunkte aus. Nur noch die Überlebenden an den Startpunkt setzen und es kann losgehen.

Spielablauf

Wie bereits zu Beginn erwähnt, handelt es sich hier um ein kooperatives Spiel. Das bedeutet in diesem Fall, dass die Spieler die Überlebenden verkörpern und gemeinsam versuchen die Mission zu überleben und zu erfüllen. Das Spiel selbst hetzt Unmengen an unterschiedlichen Zombies den Spielern entgegen und adjustiert die Masse der Zombies am Erfahrungsgrad der Spielfiguren. Das bedeutet: Jeder Spieler erhält Erfahrungspunkte für eingesammelte Ziele und für gewonnene Kämpfe. Sind es genug Erfahrungspunkte, steigt der Spieler eine Stufe, erhält zusätzliche Boni und die Zombiewellen werden stärker.

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Spielablauf selbst: Erst sind die Spieler am Zug, die eine beschränkte Anzahl an Aktionen durchführen können. Jeder Spieler darf seinen Charakter bewegen, räume durchsuchen, Türen öffnen, Lärm verursachen, in Autos einsteigen oder angreifen. Nachdem die Spieler am Zug waren, bewegen sich die Zombies auf die Spieler zu, so sie eine direkte Sichtlinie haben, oder auf die Stelle zu, die den meisten Lärm verursacht hat, (Unter anderem machen Schusswaffen Lärm) oder sie führen einen Angriff aus. Unterschiedliche Zombies haben hier unterschiedliche Fähigkeiten. Runner zum beispiel haben zwei Züge zur Verfügung, wohingegen normale Schlurfer nur einen besitzen.

Da die Überlebenden zu beginn nur dürftig mit Bratpfannen ausgestattet sind, müssen diese, bevor sie beginnen Ihre Ziele (Sammle das Dynamit ein um ein Tor zu sprengen) anzugehen, sich erstmal mit Kettensägen oder abgesägten Schrotflinten auszustatten. Je besser die Spieler werden, desto mehr Zombies gibt es. Es gilt also nicht zu langsam vorzugehen, aber auch nicht Hals über Kopf vorzupreschen.

Kämpfe werden mit Würfeln ausgefochten und sind abhängig von den eingesetzten Waffen. Bis auf die Zombies. die Treffen immer. Somit ist das vorausplanen sehr wichtig.

Spieldauer

Die Spieldauer variiert von Mission zu Mission. Ich habe dennoch noch NIE ein Spiel gesehen, was es schafft solch eine exakte Missionsdauer anzugeben. Wenn die Mission für 2h ausgelegt ist, dauert sie im Regelfall auch genauso lange. Mitgeliefert werden Missionen für unterschiedliche Spieleranzahl (1-6), sowie unterschiedlicher Dauer. (30min – 2h)

Großes Lob hierfür.

Fazit

Tja. Jetzt wird es persönlich. Ich mag das Spiel. Allerdings weiß ich nicht wirklich wie stark. Die Atmosphäre steigt wirklich von Runde zu Runde an und die Zombies ergießen sich über die Spieler. Toll! Wirklich großartig. Dies hält an bis zum Endgame. Dann sackt die Spaßkurve ab. Die Spieler sind gut ausgestattet. Die Zombiemasse wird begrenzt durch die Anzahl der Figuren. Die Spieler metzeln sich repetitiv durch die Gegnerhorden bis der Auftrag erfüllt ist oder alle sterben. Dies führt dazu, dass Spielzüge nicht mehr wirklich bedacht werden und man immer wieder in Situationen gerät, die zum „Tod“ eines der Charaktere führen.

Mein größtes Problem an diesem ansich sehr spaßigem Spiel ist wirklich das gleiche ablaufen der Missionen. Sprich: Die Missionsziele sind zwar unterschiedlich, aber der grobe Ablauf ist immer identisch. Schade. Aber vielleicht kommen hier noch weitere Missionen. Auch muss ich sagen, dass ich noch keine Zusatzpakete habe, die etwas mehr Abwechslung einbringen.

Gut. Jetzt zur Bewertung auf einer Skala von 1-10:

Von mir erhält Zombicide 7/10 Punkten. Gutes Spiel mit Potential nach oben!

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Neues Spiel, neues Glück? RuneWars Runde!

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Ich weiß, dass seit dem letzten Post einiges an Zeit vergangen ist, aber nun habe ich ein neues Thema, was ich mit euch teilen mag.

Wie ihr wisst (und hoffentlich im X-Wing Artikel lesen konntet) bin ich leidenschaftlicher Brettspieler. (Und hier hat Leidenschaft eher mit LEID zu tun) Ich habe auch eine entsprechende Spielerunde, bei der wir einmal die Woche zu einem Brettspielabend zusammen kommen.

Derzeit gespielte Brettspiele:

  1. Legenden von Andor
  2. X-Wing
  3. Die Zwerge
  4. Carcassone
  5. Zombiecide
  6. RuneWars
  7. Zombiedice

Tja. RuneWars ist neu. Brandneu in meiner Sammlung. Und hier muss ich mein Fazit vorwegnehmen: Ja, das Spiel ist gut. Nein, es ist für solch eine Runde nicht zu gebrauchen. Warum? Weil es schlichtweg zu lange dauert. Aber trotz dieser Dauer, verdient dieses Spiel ein viel zu kurzes Review. Falls ihr Fragen habt, wie immer: schreibt es in die Facebookkommentare oder nutzt die Kommentarfunktion hier im Blog.

Das Review ist in 5 Punkte unterteilt:

  1. Inhalt der Packung
  2. Aufbau
  3. Spielablauf
  4. Spieldauer
  5. Fazit

Fangen wir mal an:

Inhalt der Packung

Der Preis dieses Spieles liegt ca. bei 50 Euro. Und für diese 50 Euro erhaltet ihr eine Ganze Menge Inhalt. Immerhin wiegt die Packung fast ein ganzes Kilo. Viel beeindruckender sind jedoch die fast 190 sehr detaillierte Spielfiguren. Diese sind zwar nicht angemalt wie bei X-Wing, allerdings sind sie gut zu erkennen und sie schauen je nach Volk recht martialisch aus. Neben diesen Spielfiguren aus Plastik, befinden sich noch Hexagon-Spielfelder in der Packung und ein regelrechter Wust an Karten und zusätzlichen Spielsteinen. Neben diesen Spielkarten gibt es noch eine 40(!) seitige Spielanleitung die man wirklich, wirklich Wort für Wort anwenden soll. Und diese Anleitung habe ich in der ersten Runde nicht einmal aus der Hand gelegt.

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Grob kann man sagen: Man bekommt hier eine ganze Menge für sein Geld. Da habe ich schon ein wesentlich schlechteres Preis/Leistungs-Verhältnis gesehen.

Aufbau

Der Aufbau ist schon Teil des Spieles, da jeder Spieler zufällig zugewiesene Landesstücke nacheinander zum Spielplan hinzufügen kann. Erhöht definitiv die Wiederspielbarkeit. Außerdem wird in dieser Phase auch der Startplatz der Spieler bestimmt, sowie die Auswahl des Volkes.

Grob gesagt: Menschen (blau), Elfen (grün) bilden die „Gute Fraktion“ und Untoten (lila), Chaos (rot) bilden die „Böse Fraktion“. Hier muss man sagen, dass sich jedes Volk anders spielt. Die dunklen Fraktionen sind stark auf den Kampf ausgelegt, wohingegen die „guten“ eher auf Festungsbau oder Einfluss setzen. Unterschiedliche Einheiten, unterschiedliche Sonderfähigkeiten und dennoch alles sehr gut ausbalanciert. Respekt.

Außerdem werden in dieser Phase noch neutrale Einheiten auf dem Spielfeld platziert. Dieser Drache zum Beispiel:

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Spielablauf

Ziel des Spieles ist es 6 Drachenrunen auf seinen Gebieten zu halten. Damit hätte man gewonnen. Oder man spielt 7 Jahre zu Ende und rechnet die Runen aller Spieler gegeneinander auf.

Das Spiel selbst ist unterteilt in zwei Phase.

  1. Aufbauphase. Diese Phase beschrieb ich bereits im Punkt Aufbau.
  2. Spielphase

Die Spielphase ist nochmals unterteil in 4 Jahreszeiten. In jeder Jahreszeit passieren festgesetzte Dinge, sowie zufällig auftretende Ereignisse.

Beispiel: Im Sommer werden Helden auf Questen geschickt, im Winter frieren Seen zu und Einheiten müssen mit Nahrung am leben gehalten werden, im Herbst werden Karten neu gemischt, etc.

Nachdem die Jahreszeitenkarte abgehandelt wurde, kommen die Befehlskarten zum Einsatz. Pro Jahreszeit kann nur eine von acht Befehlskarten gespielt werden. Diese Karten definieren den Spielzug. Sprich: Werden Einheiten auf andere Felder und/oder in Kämpfe geschickt. Werden eigene Ressourcen aufgefüllt. Werden Festungen errichtet oder repariert, etc. Nach einem „Jahr“ (also vier Jahreszeiten) kommen die gespielten Befehlskarten wieder auf die Hand.

Fertig. Klingt einfacher, ist aber spätestens ab dem zweiten Jahr sehr komplex. Außerdem braucht dieses Spiel echt viel Platz:

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Spieldauer

Ausgeschrieben ist das Spiel für 3-4 Stunden. Das ist schon einmal ein kleiner Klopper, wenn man bedenkt, dass solche Angaben immer mit Vorsicht zu genießen sind. Zombiecide hat mir gezeigt, dass es auch realistische Zeiteinschätzungen gibt, aber hier trifft es leider nicht zu.

Unsere erste Runde haben wir auf zwei Tage aufgeteilt und knapp 6h gebraucht um auch nur 4 Jahre zu Ende zu spielen. Ich gehe davon aus, dass wenn man Erklärungen abziehen würde und auch nach zwei weiteren Runden die Regeln besser sitzen, bräuchte man dennoch pro Jahr seine 45 Minuten. Bedeutet auch grob: Bei 4 Spielern würde das gesamte Spiel ca. 5h dauern. Bedeutet: Kein Spiel für einen entspannten Abend, wohl eher fürs Wochenende.

Erstaunlicherweise ist es mir passiert, dass ich um halb zehn auf die Uhr geschaut hatte. Beim nächsten mal auf die Uhr schauen wars eine Stunde später und das Zeitgefühl war völlig weg. Versteht mich nicht falsch. Es war nicht langweilig, sondern durchweg spannend. Gutes Zeichen!

Fazit

Eine allgemeine Empfehlung für dieses Spiel kann ich dennoch nicht abgeben. Warum nicht? Weil Geschmäcker verschieden sind. Dennoch:

Wenn Ihr Spass an Strategiespielen habt und auch mit längeren Spielrunden klarkommt solltet Ihr euch dieses Spiel näher anschauen. Es ist in meinen Augen eines der besten Strategiespiele auf dem Markt. Es dauert lange, es hat ein großes Regelwerk und es spielt sich durchweg logisch. Klasse Spiel. Jederzeit wieder. Auf einer Skala von 1-10 (Wobei 10: OMG OMG WAS EIN GRANDIOSES SPIEL ist) gebe ich eine 9/10 Punkten.

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