Neues Spiel, neues Glück? RuneWars Runde!

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Ich weiß, dass seit dem letzten Post einiges an Zeit vergangen ist, aber nun habe ich ein neues Thema, was ich mit euch teilen mag.

Wie ihr wisst (und hoffentlich im X-Wing Artikel lesen konntet) bin ich leidenschaftlicher Brettspieler. (Und hier hat Leidenschaft eher mit LEID zu tun) Ich habe auch eine entsprechende Spielerunde, bei der wir einmal die Woche zu einem Brettspielabend zusammen kommen.

Derzeit gespielte Brettspiele:

  1. Legenden von Andor
  2. X-Wing
  3. Die Zwerge
  4. Carcassone
  5. Zombiecide
  6. RuneWars
  7. Zombiedice

Tja. RuneWars ist neu. Brandneu in meiner Sammlung. Und hier muss ich mein Fazit vorwegnehmen: Ja, das Spiel ist gut. Nein, es ist für solch eine Runde nicht zu gebrauchen. Warum? Weil es schlichtweg zu lange dauert. Aber trotz dieser Dauer, verdient dieses Spiel ein viel zu kurzes Review. Falls ihr Fragen habt, wie immer: schreibt es in die Facebookkommentare oder nutzt die Kommentarfunktion hier im Blog.

Das Review ist in 5 Punkte unterteilt:

  1. Inhalt der Packung
  2. Aufbau
  3. Spielablauf
  4. Spieldauer
  5. Fazit

Fangen wir mal an:

Inhalt der Packung

Der Preis dieses Spieles liegt ca. bei 50 Euro. Und für diese 50 Euro erhaltet ihr eine Ganze Menge Inhalt. Immerhin wiegt die Packung fast ein ganzes Kilo. Viel beeindruckender sind jedoch die fast 190 sehr detaillierte Spielfiguren. Diese sind zwar nicht angemalt wie bei X-Wing, allerdings sind sie gut zu erkennen und sie schauen je nach Volk recht martialisch aus. Neben diesen Spielfiguren aus Plastik, befinden sich noch Hexagon-Spielfelder in der Packung und ein regelrechter Wust an Karten und zusätzlichen Spielsteinen. Neben diesen Spielkarten gibt es noch eine 40(!) seitige Spielanleitung die man wirklich, wirklich Wort für Wort anwenden soll. Und diese Anleitung habe ich in der ersten Runde nicht einmal aus der Hand gelegt.

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Grob kann man sagen: Man bekommt hier eine ganze Menge für sein Geld. Da habe ich schon ein wesentlich schlechteres Preis/Leistungs-Verhältnis gesehen.

Aufbau

Der Aufbau ist schon Teil des Spieles, da jeder Spieler zufällig zugewiesene Landesstücke nacheinander zum Spielplan hinzufügen kann. Erhöht definitiv die Wiederspielbarkeit. Außerdem wird in dieser Phase auch der Startplatz der Spieler bestimmt, sowie die Auswahl des Volkes.

Grob gesagt: Menschen (blau), Elfen (grün) bilden die „Gute Fraktion“ und Untoten (lila), Chaos (rot) bilden die „Böse Fraktion“. Hier muss man sagen, dass sich jedes Volk anders spielt. Die dunklen Fraktionen sind stark auf den Kampf ausgelegt, wohingegen die „guten“ eher auf Festungsbau oder Einfluss setzen. Unterschiedliche Einheiten, unterschiedliche Sonderfähigkeiten und dennoch alles sehr gut ausbalanciert. Respekt.

Außerdem werden in dieser Phase noch neutrale Einheiten auf dem Spielfeld platziert. Dieser Drache zum Beispiel:

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Spielablauf

Ziel des Spieles ist es 6 Drachenrunen auf seinen Gebieten zu halten. Damit hätte man gewonnen. Oder man spielt 7 Jahre zu Ende und rechnet die Runen aller Spieler gegeneinander auf.

Das Spiel selbst ist unterteilt in zwei Phase.

  1. Aufbauphase. Diese Phase beschrieb ich bereits im Punkt Aufbau.
  2. Spielphase

Die Spielphase ist nochmals unterteil in 4 Jahreszeiten. In jeder Jahreszeit passieren festgesetzte Dinge, sowie zufällig auftretende Ereignisse.

Beispiel: Im Sommer werden Helden auf Questen geschickt, im Winter frieren Seen zu und Einheiten müssen mit Nahrung am leben gehalten werden, im Herbst werden Karten neu gemischt, etc.

Nachdem die Jahreszeitenkarte abgehandelt wurde, kommen die Befehlskarten zum Einsatz. Pro Jahreszeit kann nur eine von acht Befehlskarten gespielt werden. Diese Karten definieren den Spielzug. Sprich: Werden Einheiten auf andere Felder und/oder in Kämpfe geschickt. Werden eigene Ressourcen aufgefüllt. Werden Festungen errichtet oder repariert, etc. Nach einem „Jahr“ (also vier Jahreszeiten) kommen die gespielten Befehlskarten wieder auf die Hand.

Fertig. Klingt einfacher, ist aber spätestens ab dem zweiten Jahr sehr komplex. Außerdem braucht dieses Spiel echt viel Platz:

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Spieldauer

Ausgeschrieben ist das Spiel für 3-4 Stunden. Das ist schon einmal ein kleiner Klopper, wenn man bedenkt, dass solche Angaben immer mit Vorsicht zu genießen sind. Zombiecide hat mir gezeigt, dass es auch realistische Zeiteinschätzungen gibt, aber hier trifft es leider nicht zu.

Unsere erste Runde haben wir auf zwei Tage aufgeteilt und knapp 6h gebraucht um auch nur 4 Jahre zu Ende zu spielen. Ich gehe davon aus, dass wenn man Erklärungen abziehen würde und auch nach zwei weiteren Runden die Regeln besser sitzen, bräuchte man dennoch pro Jahr seine 45 Minuten. Bedeutet auch grob: Bei 4 Spielern würde das gesamte Spiel ca. 5h dauern. Bedeutet: Kein Spiel für einen entspannten Abend, wohl eher fürs Wochenende.

Erstaunlicherweise ist es mir passiert, dass ich um halb zehn auf die Uhr geschaut hatte. Beim nächsten mal auf die Uhr schauen wars eine Stunde später und das Zeitgefühl war völlig weg. Versteht mich nicht falsch. Es war nicht langweilig, sondern durchweg spannend. Gutes Zeichen!

Fazit

Eine allgemeine Empfehlung für dieses Spiel kann ich dennoch nicht abgeben. Warum nicht? Weil Geschmäcker verschieden sind. Dennoch:

Wenn Ihr Spass an Strategiespielen habt und auch mit längeren Spielrunden klarkommt solltet Ihr euch dieses Spiel näher anschauen. Es ist in meinen Augen eines der besten Strategiespiele auf dem Markt. Es dauert lange, es hat ein großes Regelwerk und es spielt sich durchweg logisch. Klasse Spiel. Jederzeit wieder. Auf einer Skala von 1-10 (Wobei 10: OMG OMG WAS EIN GRANDIOSES SPIEL ist) gebe ich eine 9/10 Punkten.

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