Smartphone/Tablet-Kaufleitfaden Teil 2

Weiter geht es mit Teil 2:

Hier nochmals der Link zu Teil 1🙂

Die heutigen Themen:

  • Speicher
  • Auflösung
  • Erweiterungsmöglichkeiten

 

Speicher

Im niedrigen Preissegment von unter 200 Euro finden sich noch alte Speichergurken mit 8 GB internem Speicher. Sicherlich lassen sich viele Windows- und Androidsysteme mittels MicroSD-Karten aufrüsten, aber bedenkt bitte, dass nicht alle Apps sich auf SD-Karte kopieren lassen und/oder auch noch Reste im internen Speicher verbleiben. Ab 200 Euro findet man bereits 16 GB internen Speicher. Höhere Preissegmente haben mindestens 32 GB zur Verfügung.

Mittlerweile kann ich nur von 8 GB Speicher abraten. Das System braucht mindestens 4 GB Speicherplatz, sodass euch lediglich 4 GB effektiv zur Verfügung stehen. Bedenkt auch, dass Fotos auf einem Smartphone gut und gerne zwischen 2 und 5 MB benötigen. Dazu kommen noch diverse Apps, die ebenfalls immer größer werden.

16 GB wären somit das absolute Minimum, was man im eigenen System haben möchte. Alles darunter führt auch bei Einsteigern eher früher als später zu Problemen.

Ein weiterer Speicherpunkt ist der verbaute RAM.

RAM ist der Arbeitsspeicher eines Systems, in dem temporär Daten abgelegt werden, auf die gestartete Programme zugreifen. Grob kann man sagen, dass man umso mehr Programme laufen lassen kann, je mehr RAM verbaut ist, bevor das System Programme beenden muss, um genügend RAM für ein weiteres Programm freizumachen.

Im unteren Preissegment sind 512 MB bis 1 GB Ram verbaut. 1 GB RAM ist bereits veraltet und sollte nur für Anfänger ausreichend sein, allerdings ist es nicht mehr wirklich zukunftssicher. Wirklich glücklich wird man erst ab 2 GB aufwärts. Die Top-Smartphones nutzen zum derzeitigen Stand 3 GB RAM, ebenso die Tablets im Preissegment ab 350 Euro. Bitte lasst auf jeden Fall die Finger von 512 MB RAM und weniger. Damit wird wirklich niemand mehr glücklich.


Auflösung

Derzeit dominieren 3 Auflösungen den Smartphone und Tabletmarkt:

  1. 1280 x 800 Pixel
  2. 1280 x 720 Pixel
  3. 1920 x 1080 Pixel
  4. 2560 x 1440 Pixel

Die Auflösung beschreibt, wie viele Pixel in der Höhe und Breite verbaut sind. Je höher die Auflösung, desto weniger sind Pixel mit bloßem Auge erkennbar. Apple bezeichnet solch hoch aufgelöste Screens als „Retina“.

Auch hier gibt es unterschiedliche Auflösungen in unterschiedlichen Preisbereichen. Als Standard gilt heutzutage 1920 x 1080 (sog. Full HD).

Bei Smartphones mit ihren kleineren Displays mag vielleicht noch eine Auflösung von 1280 x 800 ausreichend sein. Bei Tablets dagegen fallen einzelne Pixel recht schnell negativ auf. Schriften sehen ausgefranst aus. Symbole wirken nicht mehr wirklich abgerundet und man erkennt ein Raster. Das mag das Auge nicht wirklich. Wenn ich also was empfehlen kann, wäre es eine Auflösung von 1920 x 1080 Pixel. Bei Smartphones mit kleinerem Bildschirm (unter 5″) wäre auch eine Auflösung von 1280 x 720 völlig okey, bei Tablets sollten es jedoch mindestens 1920 x 1080 Pixel sein.

Einen Mittelweg bildet die Auflösung 1280 x 720 Pixel, umgangssprachlich auch als HD-ready bezeichnet. Diese reicht auf Smartphones im niedrigen/mittleren Preissegment aus. Auf Tablets habe ich diese Auflösung lange nicht mehr gesehen.

Die höchste Auflösung 2560 x 1440 Pixel ist allerdings ein wahrer Augenschmeichler. Pixel sind kaum mehr erkennbar (außer man drückt sich die Nase am Display kaputt) und vergrößerte Schrift sieht angenehm weich aus. Stellt euch einfach vor, ihr schaut eine Serie oder einen Film in SD auf dem Fernseher an und schaltet dann um auf Full HD / HD-ready. So könnt ihr euch den Unterschied von 1920 x 1080 zu 2560 x 1440 vorstellen. Leider findet man diese Auflösung erst im höheren Preissegment, also bei 400+ Euro bei Tablets und Smartphones.


 

Erweiterungsmöglichkeiten

Erweiterungen für ein Tablet oder ein Smartphone sind wohl oder übel in zwei Kategorien einzuteilen.

  1. Native Speichererweiterungen
  2. Peripherie

Native Speichererweiterungen funktionieren mit Android, solange es sich um MicroSD-Karten handelt. Viele der Geräte haben einen entsprechenden Einschub. Dasselbe gilt für Windows-Geräte. Lediglich Apple stellt sich da quer. Die weitaus beste Möglichkeit, seinen Speicher zu erweitern, bietet jedoch Windows 10 auf Tablets, da man hier über einen Adapter oder sogar einen nativen USB-Port sogar problemlos seine externen Festplatten anschließen kann (Nein, ich werde hier nicht auf USB-Speicher im Bezug auf Android eingehen, da es hier anbieter- und gerätespezifische Unterschiede gibt).

Bei der Peripherie (lies: Zusatzprodukte, die mit dem Gerät verbunden werden können, z.B. Lautsprecher, Docking Stations, Tastaturen, etc.) sieht die Sache relativ identisch aus für alle Betriebssysteme. Solange es sich um Bluetooth handelt, kann so ziemlich jedes Betriebssystem mit der angeschlossenen Hardware umgehen, seien es nun eine Tastatur, eine Maus oder externe Boxen. Hier gibt es kaum großartige Unterschiede.


 

Wie immer bin ich gespannt auf eure Meinungen und lade herzlich zur Diskussion ein, entweder hier in den Kommentaren oder auch via Facebook. Haut rein!

4 Gedanken zu “Smartphone/Tablet-Kaufleitfaden Teil 2

    1. Ja, ich denke Handschrifteingabe ist eine Nische. Aber durchaus ein Kaufkriterium für Leute, die sich gerne etwas aus der analogen Welt retten wollen. Auch für Studenten nicht blöd. Notizen mit Diagrammen lassen sich doch schneller mit Hand mitkrakeln als mit der Tastatur. Ich arbeite da sehr gerne mit Lecture Notes.

      Ausserdem sagt die Lernforschung, handschriftliche Notizen helfen, den Lernstoff besser zu verinnerlichen. Und mit dem Tablet muss man trotzdem keine Bäume mehr töten.😉

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